Ratgeber Arthritis

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Was ist Rheuma?

Der aus dem Griechischen stammende Begriff Rheuma umfasst verschiedene Erkrankungen des Bewegungsapparates und wurde Ende des 16. Jahrhunderts zum ersten Mal verwendet. Ein synonym benutzter Begriff für Rheuma sind die „Krankheiten des rheumatischen Formenkreis“. Diesen schätzungsweise 400 unterschiedlichen Krankheiten ist gemeinsam, dass sie schmerzhaft verlaufen und dass sie die Bewegungsfähigkeit der Betroffenen einschränken. Die Schmerzen bei rheumatischen Erkrankungen werden von den Betroffenen häufig als ziehend und reißend empfunden und machen einen Hauptteil der Symptomatik bei den Erkrankungen aus. Zusätzlich zum Bewegungsapparat können auch innere Organe geschädigt werden. Die Krankheiten des rheumatischen Formenkreises sind nicht die Folge von Tumorbefall oder Verletzungen.

Rheumatische Erkrankungen können in allen Altersgruppen auftreten und verschiedenste Schweregrade erreichen, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer.

Mit den Unterscheidungen degenerativ, entzündlich und die Weichteile betreffend lassen sich drei Hauptgruppen im rheumatischen Formenkreis voneinander abgrenzen. Degenerative rheumatische Erkrankungen sind verschleißbedingt, hierzu zählt z. B. die Arthrose. Entzündlich-rheumatische Krankheitsbilder gehören zu den sog. Autoimmunerkrankungen, bei denen die körpereigenen Abwehrkräfte, das Immunsystem, sich durch eine Fehlleitung gegen gesunde Zellen richtet und diese angreift. Rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew oder die sog. Psoriasis-Arthritis sind Beispiele für entzündliche Rheumaformen. Die sog. Fibromyalgie ist eine der rheumatischen Erkrankungen, die die Weichteile betreffen, also die Muskeln. Auch Stoffwechselstörungen können Ursachen für rheumatische Erkrankungen sein, so z. B. für Gicht und Osteoporose.

Häufig können sich verschiedene Krankheiten des rheumatischen Formenkreises bezüglich ihrer Symptome überschneiden und ein Betroffener kann an den Begleiterscheinungen mehrere Rheumaformen leiden.

Nicht nur die Beschwerden, die die Krankheit begleiten, sondern auch deren Folgen machen den Betroffenen oft sehr zu schaffen. Diese können u. a. Fehlstellungen oder gar Zerstörung der Gelenke und damit einhergehender Verlust der Bewegungsfähigkeit sein.

sz

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Arthritis-News von Curado.de

  • Zu wenig Ärzte für junge Rheuma-Patienten
    In Deutschland leiden etwa 20 000 Kinder und Jugendliche an rheumatischen Beschwerden. Bei jedem zweiten von ihnen bleibt die chronisch-entzündliche Erkrankung bis ins Erwachsenenalter aktiv. Am Übergang von der Jugend- zur Erwachsenenmedizin sind diese Patienten jedoch derzeit häufig unzureichend versorgt.
  • "Der ganze Mensch ist krank"
    Herzkrankheiten, Rheuma, Diabetes: Für viele ältere Menschen sind diese Krankheiten Begleiter bis ans Lebensende - sie sind "chronisch", das heißt, nur zu lindern, nicht zu heilen. Die körperlichen Beschwerden vermag die Medizin recht gut zu bessern. Zu kurz kommt aber oft die Aufmerksamkeit für das seelische Befinden des Patienten, denn die Diagnose ist ein tiefer Einschnitt im Leben. "Auf einen Schlag ist nichts mehr wie zuvor", erklärt der Medizinpsychologe Dr. Holger Schulz von der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf im Patientenmagazin "HausArzt".